
Battery Energy Storage Systems entwickeln sich aktuell zu einem zentralen Baustein der Energieinfrastruktur. Mit den steigenden Investitionen wachsen allerdings auch die Anforderungen an Risikomanagement, Versicherbarkeit und langfristige Betriebssicherheit.
Gerade bei größeren BESS-Projekten erwarten Banken, Investoren und Betreiber heute deutlich mehr als eine klassische Standarddeckung. Gefragt sind transparente und technisch nachvollziehbare Versicherungskonzepte.
Im Fokus stehen insbesondere:
• Betriebsunterbrechung und Ertragsausfall
• Technische Fehlfunktionen und Leistungsverluste
• Cyber- und Steuerungsrisiken
• Langfristige Verfügbarkeit und Performance der Speicher
• Anforderungen aus Finanzierung und ESG-Strukturen
Ein wichtiger Trend im Markt ist die Kombination aus Versicherungsschutz und technischem Monitoring.
Moderne Analyse- und Monitoringlösungen ermöglichen inzwischen eine laufende Bewertung des Batteriezustands, frühzeitige Erkennung kritischer Entwicklungen sowie eine bessere Einschätzung von Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für Risikobewertung, Prävention und Versicherbarkeit von Batteriespeichern. (hdi.global)
Gerade die Verbindung aus Batterie-Asset-Management, Datenanalyse und Versicherung wird künftig eine immer größere Rolle spielen. Ziel ist es, Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbarer zu machen und gleichzeitig bessere Versicherungsbedingungen zu ermöglichen. (Finanzwelt)
Ein zentraler Bestandteil moderner BESS-Deckungskonzepte bleibt dabei die Allgefahrenversicherung.
Versichert werden Batteriespeicheranlagen einschließlich der technischen und elektronischen Komponenten sowie betriebsnotwendiger Einrichtungen wie Überwachungs-, Sicherheits- und Blitzschutzsysteme.
Versicherungsschutz besteht beispielsweise bei Schäden durch:
• Bedienungsfehler
• Konstruktions- oder Materialfehler
• Kurzschluss oder Überspannung
• Brand, Explosion oder Blitzschlag
• Sturm-, Wasser- und Elementarschäden
• Vandalismus oder Sabotage
Ebenso wichtig ist die integrierte Ertragsausfallversicherung innerhalb der All-Risk-Police.
Denn bei einem technischen Schaden entstehen häufig nicht nur Reparaturkosten, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Folgeschäden durch eingeschränkte Speicherverfügbarkeit oder Betriebsunterbrechungen.
Je nach Geschäftsmodell können darunter fallen:
• entgangene Erlöse aus Stromvermarktung
• Ausfälle im Regelenergiemarkt
• Mehrkosten für alternativen Strombezug
• wirtschaftliche Nachteile durch reduzierte Speicherleistung
Gerade im Bereich erneuerbare Energien wird deutlich: Versicherbarkeit, Monitoring und technisches Risikoverständnis wachsen zunehmend zusammen.
Drexler & Gross Versicherungsmakler GmbH – Gerhard Drexler
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